FAQ

FAQ heißt "Frequently asked questions" oder "häufig gestellte Fragen".

Wofür ist das Ganze? Zur Vereinfachung der Arbeit. Die Suche nach Antworten fällt dem Fragensteller leichter und die Anzahl der immerwieder gestellten Fragen nimmt beim Beantworter ab. Damit das Rad nicht jedesmal neu erfunden werden muß, besteht hier die Möglichkeit die Fragen/Antworten zusammeln.

Wer eine Antwort auf eine grundlegende Frage hat, sende sie bitte an Martin Pichura. Die Frage/Antwort wird dann hier eingebaut.

Die Fragen:

 

Die Antworten:

Was brauche ich um mein Boot mit einem Spinnaker auszurüsten?

Hier die Antwort ...

Wie repariere ich die Gummikante?

  1. Lose Gummiteile mit scharfem Messer (Stanley) bzw. Holzstemmeisen entfernen.
  2. Alle zu ergänzenden Flächen, Risse und evtl. Ablösungen vom Rumpf mit Aceton reinigen/entfetten. Deck- u. Rumpf mit Klebeband abdecken.
  3. Windschutzscheibenkleber (schwarz) aus dem Autozubehörhandel, z.B. SIKAFLEX 221, 1-Komponenten-Polyurethandichtmasse aus Kartusche (310ml) mit Handpresse in alle Risse und Spalten spritzen, mit Spachtel zur Ergänzung von Flächen auftragen. Bei Flächen um 1-2mm dicker, da nachbearbeitet werden muß; glatte Flächen sind mit der Spachtel kaum zu erzielen. Produktbeschreibung und Verarbeitungshinweise bei www.sika-industry.de Produkte-Produktkatalog-SIKA 221 -> techn. Merkblatt. Die PU-Dichtmasse widersteht nach Aushärtung höheren Belastungen als der Originalgummi!
  4. Abdeckbänder unmittelbar nach der Verarbeitung abziehen, bevor sich Haut bildet. Aushärtung durch Luftfeuchtigkeit ca. 1-3 Tage (3mm/24 Std.)
  5. Nachbearbeitung mit Bandschleifmaschine, Korn 180 - 220, nicht zu fein.
  6. Zur opt. Verschönerung kann die ges. Gummileiste mit einer Schlauchboot-Gummifarbe (schwarz), z.B. VENEZIANI, nach Entfettung und Anschliff 2x gestrichen werden. Bei Anlegemanövern am Betonsteg wird die Farbe jedoch abgerieben!

(Besten Dank an Hans Predl für gute Lösung, 10-06-2003)

Wie sieht der SAILHORSE-Masttrimm bei Schwach-/Mittel-/Stark-Wind aus?

Hier die Antwort ...

Wie finde ich eine Antwort auf meine Frage?

Hier, solltest Du hier nicht fündig werden (was z.Z. der Fall sein dürfte), dann melde Dich bitte bei der SKV-Geschäftsstelle. Die aktuelle Adresse findest Du unter der Rubrik SKV intern/Adressen oder einfach auf den Link klicken.

Gibt es ein SAILHORSE-local in meiner Nähe?

Ja, wenn Du in der Nähe von Berlin lebst.
Sollte noch kein SAILHORSE-local in Deiner Nähe sein, so eröffne eins. Das ist natürlich nur im übertragenen Sinne zu verstehen. Treffen kann man sich an vielen Orten. Definiere einen, lege eine Uhrzeit fest und mache es bei SKV-Online bekannt. Vieleicht gibt es bald eine Landkarte von SAILHORSE-localen.

Die SAILHORSE hat keine Stagreiter. Ist das bei dem Typ so üblich?

Ja, bei der SAILHORSE ist das so üblich. Das Vorstag hat lediglich die Funktion zu verhindern, das der Mast nach hinten fällt, wenn kein Vorsegel gesetzt ist. Im Vorliek der Fock/Genua befindet sich ein Vorlieksdraht, der bei gesetzem Segel die Funktion eines Vorstags übernimmt. Das ursprüngliche Vorstag hängt dann lose rum (wenn man Fock/Genua richtig durchgesetzt hat :-).

Um die Genau/Fock richtig durchsetzen zu können haben wir einen sogenannten "Bierkasten". Dieses ist eine 8-fach Talje, die fertig konfektioniert in einem Vierkantprofil läuft. Sie wurde von einem berliner Segler mit dem Namen "Bier" erfunden, deswegen "Bierkasten". Da man sowas selten auf Leih-Schiffen finden wird, gibt es noch einen Trick: während der eine versucht mit Leibeskräften das Genua-/Fockfall durchzusetzen, zerrt der andere wie verrückt am ursprünglichen Vorstag (rechtwinklig dazu hat man die meiste Kraft). Hierdurch wird der Mast nach vorne "vorgespannt". Wenn man nach dem Belegen des Falls das ursprüngliche Vorstag los läßt, sollte das Vorstag richtig lose und der Vorlieksdraht im Segel wie eine Klaviersaite gespannt sein.

Dann klappt's auch mit dem Kreuzen.

(Besten Dank an Christian Zimmer für den Tip, 01-09-2003)

Kann man mit der SAILHORSE trockenfallen und was ist zu beachten?

1. Du suchst dir eine passende Stelle zum Trockenfallen nicht undbedingt die allerflachste Stelle, sprich die Spitze des Sandberges! (sodaß du etwas Platz zum schwoien hast, denn oft ist es ja so, daß mit der aufkommenden Flut auch Wind aufkommt der dann sogar auch noch die Windrichtung etwas geändert hat. Auch »kollidieren« Wind und Strom! Beim Auflaufen strömt das Wasser ab, bei der Flut ist der Strom entgegengesetzt ­ das Boot dreht sich beim Freikommen. Vor dem sachten auflaufen Segelfläche reduzieren, am besten schon ein Segel bergen (je nach Windrichtung) Mit dem Paddel oder Spibaum immer mal am Rand des Bootes die Tiefe peilen

2. Anker raus

3. Ruder raus nehmen: ganz wichtig! das ist so tief wie der Kiel, wenn man beim Auflaufen zur Seite gedrückt wird könnte das Ruder sonst Schaden nehmen, danach erst:

4. Kiel hochkurbeln

5. warten: Kaffeetrinken, Klamotten trocknen, spazierengehen (allerdings sollte eine Bootswache da bleiben, auch ausgedehnte Spaziergänge sollten mit dem auflaufenden Wasser geplant werden! etc

6. auf das auflaufende Wasser warten: jetzt Geduld und Ruhe bewahren! Wir sind etwas nervös geworden, weil das Boot dann freikam, der Kiel aber noch nicht ganz runtergekurbelt werden konnte, damit auch das Ruder noch nicht einzuhängen war. Der Wind frischte ziemlich auf, man sah plötzlich nur noch Wasser, konnte aber noch fast neben dem Boot stehen.

Im Fahrwasser, vielleicht 20 Meter entfernt, segelten schon die ersten Plattbodenboote ... und wir hatten ja noch einen weiten Weg ­ also: Ruhe bewahren! Die Zeit nutzen die Segel schonmal zurechtzulegen, Kleidung klarieren, und erst los wenn man auch wirklich weiterkommt: gleich auf die Nachbar-Sandbank aufzulaufen ist ziemlich nervig!

Insgesammt: herrlich! Auch zu sehen, wie bequem man noch auf der leicht gekippten Sailhorse auf dem Trockenen sitzt, aber dann viel sportlicher segeln kann als die Plattboden Schiffe die ja für das Revier gemacht sind!

PS:
Bei Ebbe und Flut hat man immer mit wechselndem Strom zu tun! also nicht nur das Trockenfallen ist ein Thema sondern auch die Planung der Tour und das Einplanen des kippenden Stroms! Wenn der Wind etwas nachlä&szli;t, bei starkem Strom kommt man beim häufigen Wenden, in auch zum Teil noch schmalen Fahrwassern, ganz schön ins Schwitzen! Gutes Regatta Training!!!! Wenn der Strom ganz heftig ist: erst mal (großen) Anker raus!

Inken