Eurocup in Rostock 2014

Der Sailhorse Europacup wurde dieses Jahr vom Rostocker Yachtclub für uns ausgetragen, mit Rainer Arlt als Wettfahrtleiter.
Dieses Revier haben wir durch unseren neuen Sailhorse Händler Dirk Jahnke kennengelernt, der hier im Stadthafen eine Segelschule betreibt. Schon einige Regatten segelten wir hier, wollen die Bootsklasse auch als Regattaboot bekannt machen (denn die meisten kennen die Sailhorse „nur“ als Schulungsboot, das Potential erschließt sich vielen erstmal nicht. Das ändern wir!)
Wir hatten 3 abwechslungsreiche Tage bei herrlichem Wetter, mit Wettfahrten auf der Warnow/Stadthafen, einer Langwettfahrt bis zum Überseehafen, sowie olympischen Dreieck auf der Ostsee. Man konnte sich also nie an ein „Segel-schema“ halten, mußte jede Wettfahrt wieder die Taktik völlig neu bedenken, Wasser und Wind lesen – das wurde also nie langweilig!
Die Betreuung auf dem Wasser (und an Land!) war hervorragend, so konnten auch unsere Regatta-Anfänger sich mutig ins Getümmel stürzen. Die Teams auf RedHorse, Wendelin und Smiley haben sich wacker geschlagen – darüber sind wir als Klasse besonders stolz, denn wir wünschen uns, dass die Klasse stetig wächst und wir auch (Regatta)Anfänger „mit ziehen“ können, sie von unseren Erfahrungen profitieren können und der Segelspaß immer groß bleibt. 
Da heißt es Spannung halten bis zum Schluß, Durststrecken überwinden, nie aufgeben. Diese Erfahrungen sind auch beim Tourensegeln von unschätzbarem Wert.
Mehr Berichte im aktuellen Pferdefutter, das die Mitglieder kostenlos erhalten.

Bericht zum 25. SAILHORSE-EuropaCup, Altmühlsee

(von: Olaf Schietzel und Michael Kratzsch, Pegasus 2-Crew)Donnerstag: Nach sieben Stunden auf der Autobahn endlich im Altmühltal angekommen. Der Austragungsort des Europacups, der Altmühlsee, ist zunächst kaum zu entdecken. Er ist künstlich angelegt und liegt hinter einem 2,5 m hohen Damm, lediglich die Mastspitzen ragen über die Deichkrone hinaus.
Wir Berliner sind die ersten und richten das Sailhorse-Camp ein. Die Künstlichkeit der Anlage spiegelt sich auch in einer Fülle von Reglementierungen wieder, mit der das gesamte Ufergebiet überzogen ist. Beim Einrichten stellt sich heraus, das die Regattateilnehmer in die Zwistigkeiten von Kioskbetreiber, Segelclub und "Zweckverband" geraten sind. Mit etwas Nachdruck konnten aber die Anfangshindernisse schließlich ausgeräumt werden.

Freitag: Auf dem Wasser dann endlich Freiheit! Und Wind! Da es für uns ("Pegasus 2") der erste Regattastart überhaupt war, konnten wir den Freitag nutzen, um noch letzte Verbesserungen und den Feinschliff vorzunehmen. Nach und nach treffen (neben einer Vielzahl von bayrischen Pfingsturlaubern) alle 21 teilnehmenden Teams ein. Das Teilnehmerfeld setzte sich jeweils zur Hälfte aus niederländischen und aus deutschen Booten zusammen. Die übrigen Pfingstcamper schienen sich für die abgegrenzten Bereiche des Sailhorse-Camps nicht weiter zu interessieren, so daß die Zeltdichte auf dem Campingplatz mittlerweile beängstigende Verhältnisse annahm.

Samstag: Erster Regattatag. Pünktlich zu Beginn die Flaute. Das Thermometer kletterte auf ungeahnte Höhen, aller Wind verwandelte sich in Aufwind und die Regattaflotte dümpelte vor sich hin. Die mitgereisten Familienanhänge freuten sich, hier zahlte sich das gesellige Ambiente des Clubhauses aus, wo unter schattigem Vordach gemeinsam auf die Brise gewartet wurde. Nachmittags frischte es auf, endlich die erste Wettfahrt. Für uns als Neulinge war natürlich das Gedrängele am Start ungewohnt, und trotz theoretischer Vorbereitung beim letzten SKV-Treffen gestaltete sich die Praxis zunächst als unübersichtlich. Das Feld zog sich schnell in die Länge, aber auch am hinteren Ende wurde um die Plätze gekämpft (wir wurden im Zieleinlauf leider knapp geschlagen). Nach den zwei Wettfahrten des ersten Tages lag die "Big Deal" aus den Niederlanden souverän in Führung.

Pfingstsonntag: Auch am Sonntag gab es zunächst keine Änderung der Wetterlage, es war einfach zu schön zum Segeln. Mittlerweile hatten sich die Teams auf die Situation eingestellt, so daß die Wartezeit mit Bade- und Strandspielen genutzt wurde. Nachmittags dann aufziehendes Gewitter, endlich Brise. Auch dieses Mal zogen wir beim Kampf um die Plätze hauchdünn den kürzeren. Nach der ersten Wettfahrt nahm der Wind bis auf Sturmstärke zu, so daß der Wettkampfleitung zur Enttäuschung aller keine Wahl blieb, als die Boote in den Hafen zu schicken. Am Abend lud der ATSV zum Captain's Dinner, das gegen Ende etwas hektisch ausartete, da das Servieren des Desserts mit dem Anpfiff des Europameisterschaftsspiels Niederlande - Tschechien zusammenfiel. Der holländische Sieg wurde dann gebührend gemeinsam gefeiert. Weiterhin in Führung: "Big Deal"

Pfingstmontag: Nach dem Gewitter endlich Wind. Auf kurzen Bahnen konnten am Morgen zwei Wettfahrten durchgeführt werden. Die "Catch Up" konnte die Gesamtwertung durch zwei Siege am Schlußtag knapp für sich entscheiden. Punktgleicher Zweiter:"Big Deal". Hervorzuheben ist auch die beste Plazierung der ausgeschäumten Sailhorse, Rang 5 von Horst und Leif Krüger ("Felicitas") in der letzten Wettfahrt. Für uns nach wie vor erstaunlich, das wir trotz relativ guter Segelleistung (Rang 12) vom Sieger fast überrundet wurden. Respekt! Als Eindrücke neben der für uns positiven Bilanz (wir hoffen nun, uns bei den nächsten Wettfahrten weiter steigern zu können) blieb die entspannte und unverbissene Stimmung, in der die gesamte Veranstaltung ablief.

Bis zum nächsten Mal M.Kratzsch / O.Schietzel ("Pegasus 2")